Karriere in der Pflege – eine Branche mit vielen Möglichkeiten!

 

In Medienberichten, die sich mit der Altenpflege befassen, dominieren derzeit Themen wie „Personalmangel" und „Pflegenotstand". Bekräftigt wird dies durch regelmäßig erscheinende Statistiken, die die aktuelle Beschäftigungssituation beschreiben. Betrachtet man dagegen die individuellen Karrieremöglichkeiten, ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Wie macht man Karriere in der Pflege?

Eingangsvoraussetzung für die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin beziehungsweise zum examinierten Krankenpfleger ist entweder ein Realschulabschluss oder eine einjährige Ausbildung zur Pflegehelferin oder zum Pflegehelfer. Nach Abschluss der Ausbildung bietet sich ein weites Betätigungsfeld: 14.000 Pflegeheime, 13.000 ambulante Dienste und 2000 Krankenhäuser suchen händeringend Personal. Die Pflegebranche bietet also die Aussicht auf einen sicheren Arbeitsplatz. Hinzu kommen unglaublich viele Möglichkeiten der Weiterbildung.

  • Horizontal: Qualifizierung zur Gerontofachkraft, zur Praxisanleitung, zum Qualitätsmanagementbeauftragten, zum Wundexperten, zur Palliativ-Care-Fachkraft etc.

  • Vertikal: Qualifizierung zur Pflegedienstleitung und anschließend zur Einrichtungsleitung.

  • Studium: Über den dritten Bildungsweg bieten sich darüber hinaus an diversen (Fern-)Fachhochschulen für Bewerber mit Berufsausbildung Chancen auf ein Studium -auch ohne Abitur. In den Bereichen des Pflegemanagements, der interprofessionelleen Gesundheitsversorgung oder der Pflege im Allgemeinen.

 

Ist die Pflege ein anspruchsvoller und zugleich erfüllender Beruf?

Unbedingt!
Zum Einen erfordert die Arbeit in der Pflege eine sehr hohe Fachlichkeit und Verantwortungsbewusstsein. Schließlich trägt man als Pflegefachkraft täglich die Verantwortung für das Wohlergehen von mehreren Pflegebedürftigen. Das Tätigkeitsfeld einer Pflegefachkraft geht weit über die vielverbreitete Meinung, dass wir nur Hilfe bei der Körperpflege leisten, hinaus.
Wir sorgen für einen erfüllenden Tagesablauf, sind Ansprechpartner und Kümmerer in persönlichen Problemlagen und schaffen damit eine Vertrauensbasis, die für die Genesung und die Lebensqualität im Allgemeinenen eine wichtige Basis darstellt.
Zum Anderen organisieren wir alles rund um die Bedarfe von Pflegebedürftigen Menschen. Wir haben das Medikamenten-, Verordnungs- und Rezeptmanagement in unserer Hand, organisieren Hilfsmittel, begleiten die ärztlichen Visiten und arbeiten diese aus. Eine anspruchsvolle Dokumantation begleitet von Biografien, Assesments und Screenings gehören zu unserem Alltag.
Kurzum: Zum Einen nimmt eine Pflegekraft ihren Klient in den Arm, schafft Vertrauen und spendet Zuwendung- Zum Anderen scannt sie automatisch bei der Umarmung wichtige Gesundheitsdaten und leitet entsprechende, teilseise lebenswichtige, Maßnahmen ein.


Hohe Einsatzbereitschaft zahlt sich auch finanziell aus

In diesem Zusammenhang möchte ich kurz auch auf die Thematik der Bezahlung eingehen. Die Altenpflege ist als dreijähriger Ausbildungsberuf qualitativ und inhaltlich auf dem Level eines Kaufmännischen- oder Handwerksberuf einzuordnen. Mit ca. 2600 € brutto liegt die Bezahlung im Vergleich deutlich über vielen anderen Berufen. Auch wenn die Anforderungen im Arbeitsalltag hoch sind, ermöglicht die Pflegebranche meiner Meinung nach ein gutes Auskommen und viele Möglichkeiten, Karriere zu machen.